Einkaufsnotizen

Presspass-Toleranz: das schmale Band, in dem ein Konusfuß von Hand sperrt

press-fit taper tolerance chair feetPresspass-Toleranz an Konusverbindungen: einen Stuhlfuß von Hand zum Sitzen bringen

Das ganze Versprechen eines zerlegbaren Konusfußes ist, dass er sich in etwa 20 Sekunden von Hand fügt und dann umso fester sperrt, je stärker man sich daraufsetzt. Dieses Versprechen lebt und stirbt mit der Toleranz. Dieselbe Verbindung, zwei Hundertstelmillimeter daneben gefertigt, ist entweder ein Wackeln oder ein Teil, das Ihre Montagelinie nicht einpressen kann. Das ist die unglamouröse Ingenieursarbeit, die einen funktionierenden Konusfuß von einem trennt, der nur so aussieht.

Warum das Fenster so schmal ist

Ein selbsthemmender Konus hält durch Verkeilen — die beiden Kegelflächen klemmen mit genug Reibung, dass Last sie nicht auseinanderdrücken kann. Wie fest er sperrt, hängt von zwei Dingen ab: der Kontaktfläche zwischen Hülse und Rohr und davon, wie genau die beiden Kegelwinkel zusammenpassen. Weichen die Winkel auch nur leicht ab, berühren sich die Kegel auf einer Linie statt einer Fläche, die Kontaktfläche bricht ein, und die Verbindung, die greifen sollte, wackelt nur. Die Sperrbedingung selbst ist eine Reibungs-und-Geometrie-Gleichung — ein Konus sperrt etwa, wenn sein Halbwinkel beim oder unter dem Arkustangens des Reibwerts liegt. Aus dem Lehrbuch übersetzt heißt das: die Passung muss eng kontrolliert sein, bei jedem Teil, oder die Physik hört auf zu funktionieren.

Die Balance aus Handfügen und Selbsthemmung

Hier ist die Spannung, um die herum wir konstruieren. Die Passung muss locker genug sein, dass ein Arbeiter die Arme mit festem Druck in Sekunden von Hand in die Nabe setzt — keine Presse, keine Wärme, kein Gummihammer. Aber sie muss eng genug sein, dass sich der Konus unter Sitzlast verkeilt und bleibt. Diese beiden Forderungen ziehen in entgegengesetzte Richtungen, und das Band, das beide erfüllt, ist an Bohrung und Rohr nur wenige Hundertstelmillimeter breit. Wir halten dieses Band mit kontrollierter Zerspanung und einer Gut/Schlecht-Prüfung an den Passdurchmessern, nicht per Augenmaß. Ein Fuß, der sich zu leicht fügt, arbeitet sich im Feld locker; ein Fuß, den man einhämmern muss, ist einer, den Ihre Linie aussortiert.

Wie wir es an der Linie tatsächlich halten

Eine Toleranz, die man nicht messen kann, ist eine Toleranz, die man nicht hat. Wir prüfen die Konuspassung nicht nach Gefühl; die Passdurchmesser bekommen eine Gut/Schlecht-Prüfung, damit ein Teil, das aus dem Band driftet, vor dem Verpacken gefasst wird, nicht nachdem es Ihren Boden erreicht. Der Sinn einer Gut/Schlecht-Lehre ist, dass sie keinen geübten Ableser braucht — sie passt oder nicht — was eine Toleranz über einen ganzen Produktionslauf ehrlich hält, nicht nur am Erstmuster, das jeder sorgfältig prüft. Diese Lehrprüfung kostet echtes Geld, und sie ist Teil des Grundes, warum ein Konusfuß nicht so billig ist wie ein gebohrter und verschraubter. Es ist auch genau die Kosten, die ein Einkäufer uns bezahlt, damit er sie nicht im Feld entdeckt.

Temperatur ist die Variable, die man vergisst. Metall dehnt sich und schrumpft mit Wärme, und eine Presspassung, die bei 25 Grad in unserer Werkstatt perfekt ist, verhält sich in einem eiskalten Winterlager oder einem heißen Container über den Äquator leicht anders. Der Effekt ist bei einem Teil dieser Größe klein, aber bei einer Passung in Hundertstelmillimetern ist klein nicht null. Wir legen das Band mit etwas Spielraum für diesen Schwung aus, damit sich der Fuß bei kaltem Wareneingang noch von Hand fügt und im Betrieb fest sperrt — statt ihn so abzustimmen, dass er nur bei einer Temperatur perfekt sperrt.

Material und Oberfläche zählen so viel wie die Zahl

Die Toleranzzahl ist nicht die ganze Geschichte, weil Reibung Teil der Gleichung ist. Oberflächengüte am Kegel, die Härte der beiden Teile und die Beschichtung ändern alle, wie sich dieselbe Maßpassung verhält. Eine polierte Bohrung und eine raue beim identischen Durchmesser sperren nicht gleich. Deshalb behandeln wir die Oberflächenentscheidung als mit der Passung verbunden, nicht getrennt — eine Beschichtung, die der Kegelfläche Filmdicke hinzufügt, ändert das Pressen, und wir berücksichtigen das, bevor wir Metall schneiden.

Die Abwägung, ehrlich

Diese Toleranz zu halten kostet mehr als ein Loch für eine Schraube zu bohren. Das ist der wahre Grund, warum ein verschraubtes Bein günstiger herzustellen ist. Was Sie für die zusätzliche Zerspanung zurückkaufen, ist eine Verbindung mit nichts, das sich lösen kann, ohne Schraubensatz und ein Teil, das flach versendet. Für hochbelastete Sitzmöbel ist das ein guter Tausch; für einen wenig genutzten Hocker vielleicht nicht, und wir sagen Ihnen, welchen Sie haben.

Wie wir die Passung an Ihrem Auftrag belegen

Der geschachtelte Konusfuß ist unser eigenes Design, entwickelt Ende 2020 mit Anfang 2021 eingereichten Patenten, und die Passungsdisziplin oben ist genau das, worum es in diesen Patenten geht. Wir bestätigen den exakten Konus, das Rohr und die Toleranz anhand Ihrer Zeichnung vor dem Werkzeugbau, und Last- sowie Dauertests — nach BIFMA-/EN-Methoden gebaut — können pro Auftrag arrangiert werden. Sprechen Sie mit jemandem, der diese Teile zerspant, über unser Kontaktformular, lesen Sie mehr zur Designgeschichte, oder schreiben Sie an [email protected].